Die Situation des Internets in Frankreich, ist aufgrund der Existenz von Minitel und der Zentralisierung nach Paris, ungünstig. Daher ist Frankreich im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, was die
Technologie des Internets betrifft, im Hintertreffen.
Dieser Rückstand wird besonders in den ländlichen Regionen deutlich, denn die französischen Internetbetreiber sind fast alle
in Paris ansässig und betreiben in ländlichen Regionen nur Schaltstellen. Das Resultat ist ein Ungleichgewicht in den physikalischen
Infrastrukturen des Internets. In Frankreich existieren zur Zeit 6 operative GIX-Knoten (d.h. mit Transitaustausch) und alle
6 Knoten befinden sich, wie könnte es anders sein, in Paris.
Der komplette Internetverkehr des Landes passiert die GIX-Knoten von Paris, welches sowohl den angekündigten Rückstand bei
der Entwicklung des NTIC in den ländlichen Regionen mit sich bringt, aber auch eine immer stärker werdende Spaltung zwischen
den direkt angeschlossenen Parisern und den nicht-angeschlossenen Bewohnern außerhalb von Paris. Es bedarf einer enormen Anstrengung
von regionalen und lokalen Vereinigungen, beim Versuch diese Kommunikationsnetze zu bauen, um bei der Entwicklung des Internets
nicht den Anschluss zu verlieren.
Die nachfolgende Simulation zeigt auf, was derzeit passiert, wenn sich ein Internet-Benutzer in Straßburg (A) einwählt und
sich mit zwei Seiten, die eine in Straßburg (B), die andere in Toulouse (C), verbinden möchte. Szenario 1 zeigt den Datenverkehr
ohne EuroGIX, Szenario 2 mit EuroGIX.
Man kann deutlich sehen, dass der GIX nicht nur die Performance des lokalen Internets verbessert, sondern auch die Pariser
Strukturen hinsichtlich des Datendurchsatzes entlastet, welches eine Verbesserung der Performance des globalen Internets zur Folge hat.