Peering-Politik
Peering beschreibt wie die Internet-Provider untereinander den Datenverkehr organisieren. Die großen Internet-Provider, welche
ihre eigenen physikalischen Netzwerke besitzen (Backbones), sind damit einverstanden, wenn die anderen Internet-Provider ihre
Infrastruktur nutzen, dafür möchten sie aber auch Zugang zu den kleineren Netzen. Das Prinzip des Peering basiert auf dem
gleichen Konzept wie das Internet, nämlich der Verbindung von Netzen untereinander.
Das Prinzip des Peering auf der Ebene eines GIX, und folglich auf der Ebene des EuroGIX, ist sehr einfach. Bei einer HTTP-Anfrage zum Beispiel, wird die IP-Adresse der angefragten Seite durch den Internet-Provider zum GIX geleitet. Besitzt beim
GIX ein Peering-Partner Zugang zu der angefragten IP-Adresse, übernimmt dieser den Transit der Informationen in sein Netz.
Der Austausch findet in zwei Richtungen statt (man verleiht sein eigenes Netz an Andere, aber gleichzeitig leiht man die Netze
der Anderen) und ist allen gedient.
Die Peering-Logik des EuroGIX ist in dieser Datei genauer beschrieben. Es gibt kein privates Peering (d.h. direkte Verbindungen
zwischen zwei Mitgliedern sind nicht erlaubt), sondern nur offenes Peering: der ganze Verkehr findet über den Switch des EuroGIX
statt.
Die Peering-Matrix (Tabelle über die getroffenen Vereinbarungen der Mitglieder über den Datenverkehr) ist nur über einen privaten
Zugang verfügbar.
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